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Bei allen Erfolgsmeldungen gab es auch einen
Wermutstropfen: Der eigentlich auf der
Pole-Position stehende postgelbe Continental GT3
konnte nicht starten. Jordan Pepper war kurz
nach Setzen der Bestzeit im Qualifying mit
seinem Auto ausgerollt. Nach dem Jubel über die
erste Pole-Position des Bentley Team ABT im ADAC
GT Masters folgte wenig später der Dämpfer: Eine
Undichtigkeit im Krümmer hatte den Sportwagen
lahmgelegt, eine Reparatur vor Rennstart war
nicht mehr möglich. Jordan Pepper und
Mitstreiter Daniel Abt mussten dem Geschehen
daher von der Boxenmauer folgen.
Und sie sahen durchaus Erfreuliches: Nach
fehlerfreier Fahrt auf der 4,326 Kilometer
langen Berg-und-Tal-Bahn überquerte der
Continental GT3 mit der Startnummer 8 nach einer
Stunde Renndauer die Ziellinie als
zweitplatziertes Fahrzeug. „Endlich ist der
Knoten geplatzt. Was für ein tolles
Geburtstagsgeschenk“, jubelte Schlussfahrer
Christer Jöns, der heute 29 Jahre alt wurde. Auf
dem Weg aufs Podest musste er einen heftigen
Stoß eines übermotivierten Verfolgers abfangen.
Dem Routinier gelang es aber, den taumelnden
Bentley wieder auf Kurs zu bringen. Es blieb der
einzige Schreckmoment. Jöns hatte das Cockpit
zur Halbzeit von Fabian Hamprecht übernommen.
Der Youngster ging von der Pole-Position ins
Rennen, die er von den unglücklichen
Teamkollegen Pepper/Abt geerbt hatte. Beim Start
musste er zwar dem später siegreichen Porsche
den Vortritt lassen, hielt sich danach aber
schadlos und markierte die zweitschnellste
Rennrunde. „Ich habe mich mit Kräften gewehrt,
aber der Porsche war nicht zu halten. Unser
zweiter Platz ist ein gefühlter Sieg nach den
vielen durchwachsenen Rennwochenenden im ADAC GT
Masters“, bilanzierte Hamprecht.
Trophy-Pilot Andreas Weishaupt bedankte sich für
seinen dritten Platz in der Klasse bei seinem
neuen Teamkollegen Marco Holzer. Der 27 Jahre
alte Serienneuling hatte bereits die
Trainingssitzungen mit zwei Bestzeiten dominiert
und brannte auch in seinem ersten
ADAC-GT-Masters-Rennen ein Feuerwerk an
schnellen Runden ab. „Marco ist wie von einem
anderen Stern gefahren, zeitweise war er der
schnellste Fahrer im Feld“, schwärmte
Teamkollege Weishaupt. Die Aufholjagd brachte
das Duo vom 26. Startplatz auf Rang zwölf im
Gesamtklassement nach vorn.
„Die Pokale sind Lohn für die Monate harter
Arbeit, die wir hinter uns haben“, freute sich
Teamchef Christian Abt. „Wir sind endlich dort
angekommen, wo wir hinwollten: aufs Podium.
Danke an Fabian (Hamprecht) und Christer (Jöns)
für ein tolles Rennen. Marco (Holzer) hat mit
seiner mehr als beeindruckenden Aufholjagd
ebenfalls gezeigt, welches Potenzial im Bentley
steckt. Glückwunsch an seinen Partner Andreas
Weishaupt zum erneuten Podestrang in der
Trophy-Wertung. Schade nur, dass unsere
Polesitter heute nicht antreten konnten, sonst
hätten wir wohl noch mehr Pokale geholt. Aber
morgen geht’s ja schon weiter. Nach dem Tag
heute freuen wir uns natürlich noch mehr
darauf.“
Glückwünsche empfing das Bentley Team ABT auch
von Rolf Frech. Der Vorstand Technische
Entwicklung bei Bentley Motors verfolgt das
Rennwochenende vor Ort. „Es ist immer schön,
einen Bentley-Piloten auf dem Podest jubeln zu
sehen. Den heutigen Erfolg hat sich das Team
mehr als verdient. Gratulation an das gesamte
Bentley Team ABT und die Kollegen von Bentley
Motorsport für ihren unermüdlichen Einsatz. Das
war eine bravouröse Mannschaftsleistung aller
Beteiligten.“ |