|
|
Die Schlussphase des Sonntagsrennens entwickelte
sich zu einem wahren Thriller – genau das
richtige Showprogramm zum zehnjährigen Jubiläum
des Sachsenrings im ADAC GT Masters. Einer der
Hauptdarsteller: Christer Jöns im Bentley
Continental GT3 mit der Startnummer 7. Nachdem
sich sein von der ersten Startreihe aus ins
Rennen gegangener Cockpitpartner Daniel Abt bis
zum Fahrerwechsel in den Top 5 behauptet hatte,
versuchte Jöns mit einer Schlussattacke den
Sprung aufs Podest zu schaffen. Zunächst schob
sich der ABT Pilot auf Platz vier nach vorn und
zeigte sich formatfüllend im Rückspiegel des
Audis vor ihm, musste aber gleichzeitig
aufpassen, nicht den Attacken seiner Hinterleute
zum Opfer zu fallen. „Ich bin letzte Rille
gefahren, um vorbeizukommen, aber Florian
(Stoll) hat sich mit Leibeskräften gewehrt. Das
war ein hartes, aber faires Duell“, sagte Jöns,
nachdem er seinen mit diversen Kampfspuren
gezeichneten Bentley Continental GT3 in der Box
abgestellt hatte.
Die beiden anderen Continental GT3 vom Bentley
Team ABT sammelten keine Punkte. Guy Smith,
Startfahrer der Nummer 8, klagte über
Leistungsverlust und fiel ins hintere Mittelfeld
zurück. Bei einem kurzen Check zur Halbzeit
konnte das Problem nicht gelöst werden. Und so
kämpfte auch Smiths Mitstreiter Fabian Hamprecht
nach dem Fahrerwechsel mit stumpfer Waffe. Er
erreichte das Ziel auf Platz 25. Den Bentley mit
der Startnummer 9 schob Jordan Pepper in der
Phase der Boxenstopps bis auf Rang drei nach
vorn, doch Partner Andreas Weishaupt drehte sein
Auto im Zweikampf mit einem Gegner ins Kiesbett
und musste aufgeben.
„Die Fahrt an den Sachsenring hat sich für uns
gelohnt“, sagt Teamchef Christian Abt. „Nach
Platz fünf gestern haben wir heute nochmal
nachlegen können. Christer Jöns ist ein
phantastisches Rennen gefahren. Eines der
spannendsten, das ich je gesehen habe. Er hätte
sich die Champagnerdusche wirklich mehr als
verdient. Schade, dass es nicht ganz gereicht
hat. Aber unsere Debütsaison mit Bentley ist
noch jung und ich freue mich nach diesem tollen
Auftritt noch ein bisschen mehr auf die nächsten
Rennen.“
Höhepunkte vom ADAC-GT-Masters-Wochenende auf
dem Sachsenring sendet Fernsehpartner SPORT1 am
Samstag, den 7. Mai, um 23:30 Uhr.
In vier Wochen geht es mit dem nächsten
Highlight weiter beim ADAC GT Masters: Die „Liga
der Supersportwagen“ trifft sich am ersten
Juni-Wochenende (3. bis 6. Juni) mit der DTM und
der IDM-Superbike zum Motorsportfestival auf dem
Lausitzring. Bis es soweit ist, rückt die
Nürburgring-Nordschleife in den Fokus des
Bentley Team ABT: Als Vorbereitung auf das
24-Stunden-Rennen am 28./29. Mai, bei dem der
Kemptener Rennstall zwei Continental GT3 in die
„Grüne Hölle“ schickt, wird der dritter Lauf der
VLN-Langstreckenmeisterschaft (14. Mai) als Test
unter Wettkampfbedingungen genutzt.
Ergebnisse und Bilder
ADAC GT Masters Sachsenring >>> |