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08.04.2016: Interview mit Christian Abt |
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Vom
ersten Renneinsatz auf der Nordschleife ging es für das Bentley
Team ABT direkt zu den offiziellen Testtagen des ADAC GT Masters
in der Motorsport Arena Oschersleben. Anstrengende Zeiten für
den Rennstall aus dem Allgäu – die aber Lust auf mehr machen,
wie Teamchef Christian Abt im Interview verrät. |
Im Gegensatz zum
ADAC GT Masters ist das Bentley Team ABT auf der Nordschleife
schon das erste Rennen gefahren. Ihr Fazit?
Sehr positiv. Wir sind mit beiden Autos in die Top 10 gefahren
und haben die zweitschnellste Rennrunde markiert. Im Qualifying
sind wir Zweite geworden. Wir sind also auf einem guten Weg für
das 24-Stunden-Rennen, haben aber auch noch Arbeit vor uns.
Wie ist der Bentley bei den Fans angekommen?
Sehr, sehr gut. Man muss aber auch sagen, der Continental GT3
ist im Feld mit den vielen flachen Mittelmotor-Boliden eine
markante Erscheinung. Wirklich imposant. Das Erstaunliche: So
gewaltig das Auto auch aussehen mag, es ist ohne Abstriche ein
Top-GT3-Rennwagen. Das haben unsere Zeiten auf der Nordschleife
belegt.
Wie weit sind Sie mit der Planung des Fahrerkaders für
das 24-Stunden-Rennen?
Die sieben Piloten vom Saisonauftakt (Chris Brück/Crister
Jöns/Steven Kane und Fabian Hamprecht/Marco Holzer/Christian
Menzel/Guy Smith) haben einen super Job gemacht. Ich bin also
recht entspannt, was das angeht. Ich denke, wir werden den
endgültigen Kader bald bekannt geben können.
Wie aufschlussreich waren die Testtage des ADAC GT Masters in
Bezug auf das zu erwartende Kräfteverhältnis in dieser Saison?
Die 15 Schnellsten lagen in den einzelnen Sessions oft
innerhalb von einer Sekunde. Das deutet darauf hin, dass das
ADAC GT Masters in dieser Saison eine ganz enge Kiste wird. Das
wirkliche Kräfteverhältnis wird man aber erst nach zwei oder
drei Rennwochenenden kennen. Klar schielt man beim Test immer
mal auf den Zeitenmonitor, aber viel wichtiger ist es, das
vorgenommene Programm abzuarbeiten. Das gilt natürlich
insbesondere, wenn man wie wir mit komplett anderen Autos an den
Start geht als in den Jahren zuvor. Aber wir haben alles
abarbeiten können, was wir uns vorgenommen hatten und sind viele
wertvolle Kilometer gefahren. Geholfen hat auch, dass wir mit
Guy Smith einen Fahrer im Masters-Aufgebot haben, der den
Bentley Continental GT aus dem Effeff kennt.
Welche Gegner schätzen Sie im ADAC GT Masters am
stärksten ein?
Alleine die Quantität des Feldes mit über 30 Autos ist
beeindruckend. Das heißt, dass wir schon im Qualifying performen
müssen. Wenn man einen Fehler macht und von hinten starten muss,
wird es schwer, sich durch die Masse der Fahrzeuge wieder nach
vorn zu kämpfen. Qualitativ hat das Starterfeld sicher ein
mindestens ähnlich hohes Niveau wie in den Vorjahren. Besonders
stark schätze ich die beiden Audi-Paarungen Connor De
Phillippi/Christopher Mies sowie Florian Stoll/Laurens Vanthoor
ein.
Das Bentley Team ABT ist 2016 die einzige Mannschaften im ADAC
GT Masters, die permanent drei Autos an den Start bringen wird.
Ist das ein Vorteil?
Zunächst einmal ist es viel Arbeit. Aber wir haben sehr gute
Leute im Team, die das stemmen. Das haben wir in den letzten
Jahren bewiesen. Bei den Rennwochenenden hilft es natürlich,
drei Eisen im Feuer zu haben. Zum einen, um Daten für die
Abstimmungsarbeit zu sammeln, aber auch, um etwaige Ausfälle in
den Rennen besser kompensieren zu können. Das ist gerade im
Kampf um den Teamtitel wichtig.
Der Teamtitel ist aber nicht der einzige, den Sie im
Visier haben ...
Mit Daniel Abt/Christer Jöns und Fabian Hamprecht/Guy Smith
haben wir zwei Paarungen, mit denen wir um Gesamtsiege und den
Fahrertitel mitkämpfen wollen. Andreas Weishaupt will an der
Seite von Jordan Pepper seinen Titel in der Gentlemen-Wertung
verteidigen, die in diesem Jahr Trophy heißt. Außerdem haben wir
mit Fabian Hamprecht und Jordan Pepper zwei Young Guns, die um
den neuen Juniorentitel mitfahren. Als Teamchef kann man
wirklich froh sein, solche Fahrer in der Mannschaft zu haben.
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